Die Open Space Methode wurde in USA von Harrison Owen um 1985 „entdeckt“ und gilt als Werkzeug für hierarchiefreie Kommunikation im Enterprise 2.0. OpenSpace ist eine Methode zur (Un-)Strukturierung von Besprechungen und Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 8 bis 2.000 Teilnehmern. Die Dauer eines OpenSpaces variiert entsprechend von 4 Stunden bis hin zu 3 Tagen.

Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: Die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Lösungen erarbeitet. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt. Wichtig ist ein Steuerkreis, der für die anschließende Umsetzung sorgt.

Ziel ist, in kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Menschen zu einem umfassenderen Thema eine Aufbruchstimmung zu nutzen (oder zu erzeugen) und zu vertiefen, in der wesentliche Teilthemen innovativ und lösungsorientiert besprochen werden, damit daraus konkrete Projekte entstehen können. Ein OpenSpace kann in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren.

Entscheidend ist die richtige Auswahl der Teilnehmer. Sie müssen direkt betroffen und motiviert sein, etwas zu unternehmen. Es sollen möglichst unterschiedliche Teilnehmer eingeladen werden (Berufsgruppen, Verantwortungsbereiche, Alter, etc.), darunter die wesentlichen Meinungsmacher und Multiplikatoren. Die Teilnahme muss freiwillig sein.

Beispielhafter Ablauf eines doubleYUU OpenSpace:

1. Energie aufnehmen: Jeweils zwei Teilnehmer interviewen sich gegenseitig zu einem Thema und veröffentlichen ihre Erkenntnisse für alle sichtbar an Pinnwänden.

2. Anschließend bilden alle Teilnehmer einen Kreis. Der Begleiter „öffnet den Raum“.

3. Inhalte und Organisation ergeben sich aus den Anliegen der Teilnehmenden. Jeder kann ein Thema einbringen und die Verantwortung dafür übernehmen.

4. Die Themen werden an großen Packpapier-Wänden dokumentiert. Alle Teilnehmer können sich nun frei zu Themen zuordnen.

5. Gruppenarbeitsphase: Die Teilnehmenden arbeiten in dieser Zeit selbstorganisiert, geleitet vom Gesetz der zwei Füße und den Grundsätzen des Verfahrens. Die „Einladenden“ der Arbeitsgruppen werden gebeten, die Ergebnisse der Gruppenarbeit zu dokumentieren, damit sie auch den anderen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt werden können.

6. In einer Auswertungs- und Planungsphase stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor, alle Teilnehmer können auf Karten Feedback geben sowie sich äußern, ob sie das Projekt unterstützen bzw. sogar mitarbeiten wollen.

7. Den „Raum schließen“: Abschluss- und Reflektionsrunde.

Wollen Sie mehr über OpenSpaces erfahren? info@doubleyuu.com