/, featured/Fluthilfe Dresden – starkes Beispiel für Kollaboration in Krisenzeiten

Fluthilfe Dresden – starkes Beispiel für Kollaboration in Krisenzeiten

Helden ohne Grenzen

Quelle: facebook

Susann Kriesche und Daniel Neumann, Initiatoren der Facebook-Seite Fluthilfe Dresden

© Susanne Kailitz

Mit dem aktuellen Geschehen rund um das Hochwasser können wir wieder beobachten, welche Macht die Natur über uns hat. Anders betrachtet können wir auch sehen, welchen „Wow“-Effekt Kollaboration, Vernetzung und Zusammenarbeit erzielen kann. Die betroffenen Städte sind nicht nur im negativen Sinne geflutet, sondern auch von Tausenden an Freiwilligen, die fleißig Sandsäcke befüllen, stapeln oder für die Verpflegung sorgen. Informationsquelle – die sozialen Medien, allen voran Facebook. Das stärkste Beispiel ist die Facebook-Seite Fluthilfe Dresden. Angefragte Hilfe wird nur einen Wimpernschlag später beantwortet mit „Alles klar, sind unterwegs.“.  Im Sekundentakt erscheinen neue Posts wie „Hallo Dresden ich will zu euch kommen helfen“, „Wo braucht es noch Helfer und Armkraft?“,  „Hallo. Habe um 15 Uhr 60 belegte Brötchen fertig“ bis zu Kleidungs- und Unterkunftsangeboten. Die Initiatoren der Seite Susann Kriesche und Daniel Neumann sind immer noch überwältigt. Sonntag ging die Seite laut Kriesche online. Montag Morgen hatten sie noch 45 Likes. Aktuell beläuft sich die Like-Anzahl auf 44.718 Tendenz steigend. Eine weitere super kollaborative Idee hatte Sven Mildner und zwar nutzt er Google Maps, um alle relevanten Informationen und Gebiete in die Karte von Dresden einzutragen, von dringendem Bedarf an Helfern, Sandsäcken, Status der Überschwemmungen oder Verpflegungs- und Unterkunftsstationen. Wer ebenfalls Beobachtungen hinterlegen möchte, kann sich melden. Seit Start wurde die Karte bereits 2.167.099 Mal angeschaut. Echt bemerkenswert.

Google Maps Status Fluthilfe Dresden

Quelle: Google Maps

Wir von doubleYUU sind sehr stark beeindruckt von der Arbeit und dem Fleiß. Da unser Hauptschwerpunkt als Unternehmensberatung für Enterprise 2.0 eben bei solchen Werten wie Zusammenarbeit, Vernetzung und Selbstorganisation gerade über Social Tools liegt, sind wir besonders angetan von dem Community Management.  Die Betreiber schaffen mit ihrer Aktion einen echten Anwendungsfall  für eben all diese Dinge auch im Unternehmenskontext – echt preisverdächtig!

Was Unternehmen davon lernen können – auch bzw. gerade in Krisenzeiten auf Social Tools zur Vernetzung und Zusammenarbeit zurückzugreifen und ganz wichtig darauf zu vertrauen.

 

 

 

Von |2017-01-13T15:30:43+00:00Juni 6th, 2013|Blog, featured|1 Kommentar

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

Ein Kommentar

  1. Thomas Bruckert 16. Juni 2013 at 10:14 - Reply

    Was Unternehmen davon lernen können? Mitmachen! Während betroffene Unternehmen genug mit der Bekämpfung und Beseitigung des Hochwassers zu schaffen hatten, konzentrierten wir uns auf unsere Kernkompetenz und boten unsere Hilfe im Blog via Informationssammlung und kostenfreier Fördermittelbeantragung an, sodass wir einen Beitrag immer wieder gemeinsam aktualisierten, Erfahrungen und neueste Fördertöpfe ergänzen konnten. Die Verteilung des Links erfolgte mit den Sozialen Medien und via E-Mail und erfuhr dort widerum eine Weiterverteilung. Zusätzlich riefen wir uns bekannte Betroffene an. So konnten wir etlichen Menschen helfen und unseren Beitrag dank Social Media leisten. Falls Interesse besteht, hier noch der Link zur Informationssammlung: http://avalia-gruenderlounge.de/hochwasserhilfe-fur-unternehmen-in-sachsen/

Kommentar schreiben

Share This