Digitalisierung darf niemanden zurücklassen – warum mich der ITEC Cares Award auf den IT-Strategietagen sehr bewegt hat
Manchmal sind es genau die Momente abseits des Beratungsalltages, die mich daran erinnern, warum ich mich seit so vielen Jahren so sehr mit den Themen Digitalisierung und Transformation beschäftige: Vor wenigen Tagen hatte ich die Ehre, im Rahmen der Hamburger IT-Strategietage die Laudatio für den Hauptpreis des ITEC Cares Award 2026 zu halten. Rund 1.000 IT-Entscheiderinnen und -Entscheider waren im Grand Elysée Hotel versammelt – Menschen, die täglich über Budgets, Architekturen, Plattformen und Zukunftstechnologien sprechen – und natürlich viel über KI. Und doch ging es an diesem Abend um etwas anderes. Um Menschen. Um Teilhabe. Um Verantwortung.
Schutzengel für Digitalisierung
In unseren Beratungsprojekten sprechen wir viel über Transformation, Effizienz, Skalierung und Innovation. Aber was bringt all das, wenn wir nicht alle in unserer Gesellschaft mitnehmen? Der ITEC Cares Award zeichnet Initiativen aus, die Digitalkompetenz fördern – dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Projekte, die nicht auf den nächsten Hype reagieren, sondern auf eine sehr konkrete gesellschaftliche Herausforderung: die digitale Spaltung.
Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an die „Digitalen Engel“ von Deutschland sicher im Netz e.V. Hier werden über ein Train-the-Trainer-Konzept Seniorinnen und Senioren digitale Anwendungen erklärt, Berührungsängste genommen und Sicherheit und Selbstvertrauen geschaffen. Für mich war das ein starkes Bild: Digitalisierung kommt nicht nur über Glasfaser und 5G – sie kommt auch über Begegnung, Geduld und Empathie. Besonders bewegt hat mich der Gedanke der sogenannten „Digitalpatenschaften“: Junge Menschen bringen älteren Menschen digitale Themen näher – und lernen dabei selbst, Perspektiven zu wechseln. Genau dort entsteht gesellschaftlicher Mehrwert.
Vielfalt schafft Zukunft
Auch die weiteren Preisträger haben mich beeindruckt.
Mit CrossMedia goes MINKT wird ein Ansatz ausgezeichnet, der Technik und Kreativität verbindet – und gezielt Mädchen und junge Frauen anspricht. Das „K“ für Kreativität im klassischen MINT-Kontext ist mehr als ein Buchstabe. Es ist ein Perspektivwechsel. Digitalisierung braucht nicht nur Ingenieursdenken, sondern auch Gestaltungskraft, Storytelling und Empathie.
In der Kategorie Metropolregion Hamburg wurde der Digital Learning Campus ausgezeichnet – eine Plattform, die Hochschulen, Volkshochschulen und weitere Bildungsträger vernetzt und digitale Lernangebote für Menschen aller Altersgruppen zugänglich macht. Künstliche Intelligenz, Robotik, digitale Kompetenzen – offen, niedrigschwellig, vernetzt. So stelle ich mir eine zukunftsfähige Bildungslandschaft vor.
Vielen Dank, IT Executive Club e. V.
Für mich war die Preisverleihung kein Pflichttermin. Es war ein Moment des Innehaltens. Digitalisierung muss verbinden – Generationen, Regionen, Hintergründe. Sie muss Chancen eröffnen, nicht neue Hürden aufbauen. Keiner darf dabei auf der Strecke bleiben. Deswegen betonen wir bei doubleYUU in unseren Beratungsprojekten immer wieder, dass der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns stehen muss.
Wenn wir von „Future Readiness“ sprechen, dann meine ich genau das: eine Gesellschaft, in der möglichst viele Menschen die Fähigkeit haben, sich in einer digitalen Welt sicher und selbstbestimmt zu bewegen. Und ich bin dankbar, dass ich an diesem Abend eine Initiative auszeichnen durfte, die genau dafür jeden Tag arbeitet.
Lust bekommen auf die Themen künstliche Intelligenz (KI), Digital Leadership, digitale Transformation und agile Organisationsentwicklung? Dann freuen wir uns auf Eure Kontaktaufnahme.
