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Wissensarbeiter – ein Plädoyer für Enterprise 2.0

20120510swr-barcamp-digital-native-laptopNur noch ein Viertel aller Arbeitnehmer in Deutschland ist in einem Unternehmen beschäftigt, das etwas produziert. Die anderen sind sogenannte Wissensarbeiter, also Menschen, die statt mit ihren Händen und ihrer Kraft mit dem Kopf und ihrem Know-How ihr Geld verdienen. Dieser Sektor hat in den vergangenen Jahren stark zugelegt und wurde ein wichtiger Wirtschaftszweig. Bei Wissensarbeit wird kontinuierlich dazu gelernt, es werden komplexe und teilweise bisher unbekannte Probleme gelöst.

Vordenker in diesem Bereich war Peter Drucker, ein sehr intelligenter Mann, der von 1909 bis 2005 lebte. Er hat sich mit Management beschäftigt und war seiner Zeit weit voraus. Inzwischen gibt es viele, die sich intensiv mit seinen Thesen auseinandersetzen und auch Peter-Drucker-Societies.

doubleYUU ist ebenfalls stolzes Mitglied in der größten, die in der Stadt ihre Heimat hat, in der Peter Drucker aufgewachsen ist: Wien.  In seinem Buch „The Landmarks of Tomorrow“ jedenfalls führt er den Begriff der Wissensarbeiter ein, über die Zeit wurde er von zahlreichen Forschern erweitert und neu definiert.

Dadurch, dass viele Unternehmen ihre Prozesse reduzieren, gibt es immer weniger Arbeitsplätze, die auf Routine basieren. Das ständige Neuerfinden und Neudenken wird zu einem zentralen Skill. Wer für ein Unternehmen wichtig werden möchte, muss sich in unterschiedlichste Situationen einfinden können und in seinem Bereich herausragend sein. Die Fähigkeiten, Schlüsse zu ziehen und unterschiedliche Standpunkte zu verknüpfen, werden wichtiger denn je.

Die Wissensarbeiter selbst sind Quereinsteiger, sie haben vielfältige Interessen, sind transparent und keine homogene Gruppe.

Die Personalagentur HAYS ist für doubleYUU auch keine Unbekannte: Für sie haben wir unter anderem zwei Roadshows organisiert und sie zum Thema Web 2.0 für Recruiting und Kundengewinnung beraten.

HAYS hat zum Thema Wissensarbeit eine groß angelegte, über zwei Jahre dauernde Studie gestartet. Zwischenergebnisse sind bereits online, und erklären die Lebens- und Arbeitswelt von Wissensarbeitern. Sie definieren sich laut Studie nicht über feste Regeln. Ihnen ist vielmehr wichtig, Freiheiten zu Gestalten zu haben und nicht an feste Zeiten und Orte gebunden zu sein. Diese Flexibilität ist die Voraussetzung für sie, um sich entfalten zu können und produktiv zu sein.

Außerdem fand HAYS heraus, dass Wissensarbeiter in hohem Maße auf Vernetzung bauen. Unterstützung dabei erfahren sie aber von ihren Arbeitgebern kaum, vor allem nicht, wenn es über die Grenzen der Unternehmen geht.

Als Folge sind auch viele der kreativen Köpfe bereit, das Unternehmen zu verlassen, um anderswo ihr Glück bzw. die Erfüllung ihrer Ansprüche an die Arbeitsgestaltung zu suchen.

Für alle Manager, die Kreativität wollen, ist diese Studie der perfekte Wink mit dem Laternenmast – Enterprise 2.0 hilft, die Loyalität zu erhöhen und die Individuen zu vernetzen.

Außerdem sehen Wissensarbeiter Enterprise 2.0 Lösungen als entscheidend für den Geschäftserfolg an, wie eine andere Studie der AIIM herausgefunden hat. Enterprise 2.0 fördert eine gute Führungs- und Unternehmenskultur sowie das organisationale Lernen – beides ebenfalls Punkte, die die Wissensarbeiter glücklich machen und im Unternehmen halten.

Also dann: Los geht’s!

Von |2017-01-13T15:32:35+00:00Mai 27th, 2013|Blog, featured|0 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

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