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E2.0-Treiber sterben aus Teil 3: 5 Überlebenstipps für Social Business Treiber

Leader Teil 3Viele Social Business Pioniere haben sich in den letzten Monaten neuen Aufgaben zugewendet. Das macht hellhörig. Nicht nur mich, sondern auch viele Größen der Branche. Was ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte sind eine Hand voll Tipps, die es – nicht nur E20 – Pionieren leichter machen, ihr Thema voran zu treiben, und erfahrene – und vielleicht auch ein Stück weit in Denk- und Arbeitsweisen eingefahrene – Mitarbeiter dabei mitzunehmen.

1.     Erwartungen im Unternehmen managen

Wenn Sie sich die Umstrukturierung seines Unternehmens zu einer Enterprise 2.0 auf die Fahne geschrieben haben, dürfen Sie die Zeit, die dafür nötig ist, nicht unterschätzen. Das gilt in zweierlei Hinsicht. Es muss zu einem Umdenken in den Köpfen kommen. Und dies braucht Zeit. Zeit, die vergehen muss, bis es von der zunächst nötigen Akzeptanz der neuen Unternehmenskultur zur Internalisierung kommt, zum Verinnerlichen und Leben der neuen Werte Partizipation, Vernetzung, Agilität und Offenheit. Jeder Social Business Treiber sollte im Hinterkopf haben, dass der Wandel nicht über Nacht passieren kann.

Abgesehen von der Zeit, die Sie als Enterprise 2.0-Treiber den Kollegen bis es zum Umdenken kommt geben müssen, gibt es auch noch die Zeit, die Sie selbst in das Vorantreiben und Vorleben der Transformation investieren müssen. Zeit, die Sie zunächst einmal investieren, ohne in absehbarer Zeit eine kalkulierbare „Rendite“ ausmachen zu können. Zeit, die – wenn die Umstellung nicht zu Ihren eigentlichen Aufgaben gehört (was erfahrungsgemäß sehr selten der Fall ist) – von der Arbeitszeit abgeht. Auch dies sollten Sie nicht unterschätzen.

2.     Kämpfen Sie nicht gegen die Manager sondern mit ihnen

Durch die Zeit, die Sie in die Transformation der Unternehmenskultur investieren, geht mitunter Zeit für Ihre eigentlichen Arbeitsaufgaben verloren. Diese Aufgaben verfolgen Sie nicht mit voller Kraft. Ihnen unterlaufen Fehler, die Ihnen zuvor nicht passiert sind. Sie werden angreifbar. Riskieren Ärger von oben. Dieses Risiko sollte Ihnen als Pionier bewusst sein. Binden Sie daher die Managementebene in die Transformation ein – wenn Sie den Prozess gegen deren Wunsch durchsetzen möchten, können Sie nur verlieren! Sprechen Sie z.B. über E-Mail-Zeitverschwendung etc.

3.     Sparringspartner suchen

Mit einem externen, erfahrenen Sparringspartner können Sie Erwartungen durchgehen, auf die Sie vorbereitet sein müssen. So können Sie gemeinsam eine wasserdichte Argumentationsstrategie für das Vorantreiben der Transformation erstellen. Oft hilft einfach der Prophet von außen.

4.     Aktiv vernetzen und zu Co-Creation animieren

Vernetzen sollten Sie sich zum einen unternehmensintern, mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Abteilungen. Dadurch können Sie Stolpersteine auf Ihrem Weg in die Enterprise 2.0 mit vereinten Kräften aus dem Weg räumen. Außerdem kann Ihnen die „Denke“ aus anderen Abteilungen helfen, zuvor unbekannte Probleme zu erkennen und zu lösen. Zum anderen sollen Sie sich mit Gleichgesinnten aus anderen Unternehmen vernetzten. So können Sie aus deren Erfahrungen lernen, ohne die Fehler erst selbst zu machen. Aus geteilten Erfolgen können Sie dann gemeinsam Motivation ziehen

5.     Zu Digital Leadership motivieren

Im Sinne von Digital Leadership sollten Sie die Führung möglichst früh informieren und dafür begeistern, das Thema zu unterstützen.  So können Sie sich Zeit einräumen lassen und dadurch Freiräume schaffen. Zeit die Ihnen hilft, das Ziel weiter zu verfolgen. Ohne angreifbar zu werden. Geht die Führung erst mit gutem Beispiel voran, wird der Rest des Unternehmens folgen.

Ich bin gespannt auf Ihre Gedanken zu diesem Thema und freue mich auf Ihre Kommentare. Wenden Sie sich gerne an unsere Beratungshotline: 040 33429594.

 

Von |2017-01-13T15:28:00+00:00September 17th, 2013|Blog, featured|4 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

4 Kommentare

  1. Florian Riedl 17. September 2013 at 21:53 - Reply

    Meiner Meinung nach hat auch dazu beigetragen, dass sich die üblichen Schwergewichte des Themas bemächtigt haben und damit CYA Entscheidungen der IT herbeigeführt haben. Wenn ein Enterprise IT Manager sich für innovative Tools erwärmen soll, es aber auch was von Microsoft oder IBM gibt, dann wird er das wählen > der Markt für risikoreichere Produkt stirbt ab, die Pioniere ziehen weiter.
    Heute hat mein Lieblingsresearcher (Achtung: Zynismus!) wieder einen Magic Quadrant (it’s called ‚Magic‘ for a reason…) für Social Software veröffentlicht. Kein Wunder, dass in diesem Markt nichts mehr passiert……..

  2. Willms Buhse 18. September 2013 at 17:03 - Reply

    Hallo –
    ja, sicher sind bei Gartner die großen wie IBM und Microsoft gesetzt. Aber bei letzterem auch durch den Zukauf von Yammer für ein paar Milliarden. Oder SAP wegen der Übernahme von Successfactors. Die anderen beiden unter den Top 4 sind Salesforce und Jive – beides zwar keine Startups mehr aber so entstanden. Von daher würde ich die Hoffung als IT-Startup nicht aufgeben, in dem Bereich etwas zu werden. Frustrierend ist nur, dass es seit Jahren keinem deutschen Unternehmen mehr gelingt den amerikanischen Markt zu rocken und damit die Analysten zu überzeugen. Oder?

  3. Andreas 19. September 2013 at 8:46 - Reply

    Hallo Willms,
    in dem Magic Quadrant von Gartner wird denke cih in der nächsten Zeit noch einiges los sein. Natürlich sind bei vielen erst die vermeintlich „Großen“ im Hinterkopf wenn es um Social Business oder Social Collaboration geht. Aber in letzter Zeit sind einige kleine und nicht minder spannende und gute Lösungen wie Zyncro, swabr oder Bitrix24 auf den Markt gekommen. Diese werden mit Sicherheit auch ihre Anhänger finden und diese durch die individuelle Lösung und deren Feature überzeugen. Es wird keiner an der Vormachtsstellung der „Großen“ ernsthaft kratzen können, aber das Mittelfeld ist denke ich schon enger zusammen gerückt.

  4. Willms Buhse 25. September 2013 at 12:06 - Reply

    Hallo und danke für die Zustimmung. Ich glaube es ist keine Lösung die Hierarchien abzuschaffen oder auf das Abflachen zu warten. Unternehmen und ihre Manager müssen verstehen, dass eine Vernetzung zusätzlich zu Struktur und Prozessen die Antwort auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters darstellt. Ein Abschaffen von Struktur und Prozessen würde Unternehmen nicht nur ins Chaos stürzen sondern auch Skalierung im gelernten Umfeld verhindern.

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