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In der gelebten Vernetzung weit hinten – Deutschland wenig weltmeisterlich.

Sich zu Vernetzen und Inhalte zu teilen ist in Deutschland weit weniger verbreitet als in anderen Ländern.

Sind Deutsche in sozialen Netzen eher zurückhaltend? Ja, bisher schon. Die Infografik aus meinem neuen Buch „Management by Internet“ zeigt: Im internationalen Ländervergleich sind die Deutschen beim Teilen von Inhalten in Sozialen Netzwerken und auf eigenen Blogs im Vergleich zu anderen Ländern äußerst zurückhaltend. Die Studie wurde von Ipsos OTX 2013 durchgeführt, dem drittgrößten Marktforschungsunternehmen der Welt. Die Studie befragte online 12.000 Teilnehmer dazu, wie viel diese im Internet an persönlichen Inhalten wie Status Updates, Gefühle, Fo-tos, Videos, Links etc. teilen.

Was heißt die hohe Bedeutung der Privatsphäre in Deutschland für Unternehmen? Um diese Frage zu beantworten, muss man auf die Unterschiede in der Altersstruktur schauen. Während diejenigen, die die Einschränkungen der Privatsphäre in totalitären Systemen wie dem Faschismus oder der DDR direkt zu spüren bekamen, äußerst vorsichtig im Umgang mit Daten sind, hat sich die Werthaltung der jüngeren Generation inzwischen gewandelt.

Vernetzung, Offenheit und Partizipation

Die Generation der Digital Natives, die mit dem Internet aufgewachsen ist, stellt ganz andere Anforderungen an ihren Alltag. Und das schließt den Arbeitsalltag mit ein. Werte, die den Mechanismen des Internet entspringen – dazu zählen Vernetzung, Offenheit und Partizipation – sind sie gewohnt. Sie wollen sie im Arbeitsleben wieder-finden. Das stellt insbesondere klassische Unternehmen mit langer Historie zunehmend vor große Herausforderungen. Denn Digital Natives nehmen dort die Art der Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen oft als unterentwickelt und unflexibel wahr und suchen sich ihre Jobs lieber woanders. Diesen Mangel an Attraktivität für die junge Altersgruppe können sich die Unternehmen aber nicht mehr lange leisten. Denn demografische Entwicklungen zeigen: Nachwuchskräfte werden rar.

Online gehen – lohnt sich das?

Damit Unternehmen sich langfristig in der durch den Einfluss des Internets veränderten Welt behaupten können, müssen ganze Organisationen umdenken und ihre eigene Digitale Transformation gestalten. Das heißt, sie müssen ihre Wertschöpfungskette an die Erfordernisse digitaler Geschäftsmodelle anpassen. Das schließt Strukturen, Werthaltungen und Kommunikation nach innen und außen mit ein. Mit anderen Worten: „Online gehen – lohnt sich das?“ Ja, unbedingt!

BravoBild

Bravo-Artikel aus dem Jahr 1998.

Ab heute also alles anders? Nein, natürlich nicht. Wer schon einmal nachhaltige Veränderungsprozesse in Unternehmen miterlebt hat, weiß: es geht um „evolution, not revolution“. Also darum, Brücken zwischen den beiden Wertewelten zu bauen. Klassische Prozesse und Herangehensweisen können sich mit der Umsetzung von Werten wie Vernetzung, Offenheit und Partizipation abwechseln oder vereinen, je nach Situation und Bedarf. Wichtig ist nur: Es muss beides geben. Wer sich weiterhin auf Platz 23 im internationalen Vergleich wohl fühlt, sollte wissen: Von da aus geht es nicht in die Zukunft.

Mit uns schon. Die Voraussetzungen für eine gelungene digitale Transformation zu schaffen gehört zu der Arbeit mit unseren Kunden aus fast allen Branchen.

Sprechen Sie mich oder unser Team von doubleYUU an, wenn Sie durchstarten wollen.

 

Bildquelle Bravo-Artikel: Rene Walter, Flickr, cc

Von |2017-01-13T15:07:34+00:00Juli 15th, 2014|autopost, Blog|0 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

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