/, In den Medien/Die Debatte: Wie man die Weisheit der Vielen ins Unternehmen holt

Die Debatte: Wie man die Weisheit der Vielen ins Unternehmen holt

 

Einen sehr schönen Artikel über mein Buch „Management by Internet“ schreibt Gunnar Sohn im  Debattenmagazin „The European“. Schön deshalb, weil er mein Buch als Beleg nimmt, dass die digitale Transformation aus dem Utopischen ins Machbare geholt werden kann. Machbar deshalb, weil „man nicht sofort die gesamte Organisation auf den Kopf stellen“ muss. Vielmehr reicht es, „wenn man bislang praktizierte Verfahren hinterfragt, stärker auf eine Kultur der Beteiligung setzt, vernetzte Elemente in den Arbeitsalltag aufnimmt, offener mit Informationen umgeht und enger mit Kunden kooperiert.“ – so zitiert er mich.

Vernetzt statt abgeklebt

Eine Organisationskultur zu schaffen, in der die Mitarbeiter ihr Wissen teilen und mehren können und die Organisation an den geeigneten Stellen nach außen zu öffnen ist das Gebot der Stunde. Unternehmen wie Daimler, die aus lauter Angst vor Industriespionage die Kameras von Besuchern abkleben, werden zwar weiterhin Qualität produzieren können, sich mit Innovationen in der schnellen und transparenten digitalen Welt aber schwer tun.

Dabei kann man klein anfangen, um groß rauszukommen. Die Nutzung vernetzter Kommunikationstools, agiles Management, Mitmachformate, Steigerung der Eigenverantwortung der einzelnen, eine enge, bilaterale Kommunikation mit den Kunden – das sind Schritte, die jedes Unternehmen schon heute gehen kann. So kann die Weisheit der Vielen genutzt werden. Denn wie uns das Internet erfolgreich lehrt: Das Wissen zu fast allem ist schon da. Es nützt nur nichts, wenn es in Hierarchien versackt oder aus den Unternehmen ausgeschlossen wird.

Digital Leadership

Daraus wird ersichtlich: Die digitale Transformation ist ein Führungsthema. Die Führungskräfte müssen abgeholt werden. Die Benefits müssen belegbar sein, gleichzeitig müssen Ängste abgebaut werden durch konkrete Fakten und umsetzbare Maßnahmen. Dazu schreibt unser Senior Consultant Lars Reppesgaard, der beim IOM Summit im Oktober 2014 als Key Note Speaker genau darüber einen Vortrag hielt: „Wir müssen stattdessen Argumente für den Kopf finden, nicht welche, die vor allem den Bauch ansprechen. Zahlen sammeln und dann Benefits aufzeigen, für das Unternehmen, für den Entscheider und – ja, beim Egoismus darf man Leader auch packen – für seine eigene Weiterentwicklung und Karriere. So baut man Brücken als Veränderer – zwischen neuen Möglichkeiten und Potentialen auf der einen und den Menschen auf der anderen Seite, die sich für diese begeistern sollen.“ (Hier geht’s zum Artikel von Lars). Digital Leadership bedeutet viel mehr, als Internettools zu verwenden. Es bedeutet, die Erfolgsfaktoren des Internets wie Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität nach und nach ins Unternehmen zu holen.

Ich bedanke mich bei Gunnar Sohn für den tollen Artikel und wer anfangen möchte, die Erfolgsfaktoren des Internets in sein Unternehmen zu holen – einfach anrufen, wir finden schon die Weisheit!

Hier geht’s zum Artikel

Von |2017-01-13T15:04:42+00:00November 13th, 2014|Blog, In den Medien|0 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

Kommentar schreiben

Share This