//Einfach mal das Klemmbrett stecken lassen: Mit Inspiration statt Checklisten in die Transformation

Einfach mal das Klemmbrett stecken lassen: Mit Inspiration statt Checklisten in die Transformation

Checklisten sind so ziemlich das Unmotivierendste, das ich mir vorstellen kann. Ehrlich. Einerseits verstehe ich den Impuls, mit Ordnung gegen das Chaos der digitalen Transformation anzugehen, Prozesse und deren Effizienz messbar zu gestalten. Aber Hand aufs Herz: Wer fühlte sich schon jemals durch einen neuen Prozess, einen neuen Plan, eine neue Checkliste motiviert, etwas an der eigenen Arbeit zu ändern?

Viele Unternehmensberater setzen noch immer darauf, genau das zu liefern. Sie schicken große Beratergruppen mit ihren Klemmbrettern in das zu beratende Unternehmen, die dort Ineffizienzen erfassen, die technologische und digitale Infrastruktur auf Herz und Nieren prüfen und im Anschluss in irgendwelchen Hinterzimmern einen Masterplan aufstellen, wie sich besagtes Unternehmen am besten durch die digitale Transformation manövrieren könnte. Was sie dabei nur zu oft vergessen: Die tatsächlichen Umsetzer, die Unternehmensinternen, abzuholen und in den Wandel einzubeziehen.

Berater müssen Lust machen auf den Wandel

Ich glaube deshalb aus tiefstem Herzen daran, dass wir Unternehmensberater früher ansetzen und uns von der prüfenden Instanz lösen sollten. Was wir tatsächlich in Zukunft tun werden? Unser Expertenwissen als Lotse und Begleiter im Transformationsprozess einbringen (und nur zur Not aber nicht als Allheilmittel als verlängerte Werkbank). Die Unternehmen befähigen, den Wandel selbst zu schaffen, aus sich heraus und mit den richtigen Zukäufen und Maßnahmen. Lust machen auf Veränderung, diese strategisch moderieren und das Handwerkszeug vermitteln.

Genau darauf lege ich auch in jeder meiner Keynotes wert. Weil ich sie als Initialzündung verstehe für die Digitale Transformation von Branchen oder Unternehmen. Ich setze auf einen Mix aus Unterhaltung, aufrüttelnden Informationen und Beispielen und Umsetzungsmethoden. Denn einerseits sollen die Organisationen verstehen, dass die Lunte der Digitalisierung auch schon in ihrer Branche entzündet ist. Andererseits sollen sie nicht in eine Schockstarre verfallen (dazu mehr auch in meinem Artikel „Das innere Opossum besiegen“ auf dem Gesellschaftsmagazin Clutch). Es ist nur an ihnen, die Lunte zu kappen, bevor ihr Geschäftsmodell verschwindet. Und das ist absolut machbar für jeden meiner Zuhörer.

Wie genau ich diesen Mix aus Antrieb und Anstoß an den Mann beziehungsweise die Frau bringe und wie es meinem Publikum gefällt, sehen Sie in einem Videozusammenschnitt aus verschiedenen Vorträgen der letzten Zeit.

Nach der Keynote ist vor der Transformation

Und was passiert nach der Keynote? Mit einem Vortrag ist es ja in aller Regel noch nicht getan. Auf der Bühne stelle ich meist das von mir entwickelte Rad der Transformation mit seinen acht Feldern vor. Oft nutzen Unternehmen dieses Rad dann um selber ihre Transformation zu steuern.

Dabei setzen wir gezielt auf das Coaching von Führungskräften hin zum Führungsprinzip des Digital Leadership. Auf eine Bestandsaufnahme und Entwicklung kluger Strategien unter Partizipation der eigentlichen Experten im Unternehmen, beispielsweise in FedExDays oder anderen Arbeitsmeetings. Und auf ein Transformationsmodell, bei dem jeder Mitarbeiter abgeholt wird und versteht, was der Wandel für seine eigene Rolle im Unternehmen bedeutet.

Mir geht es immer darum zu inspirieren, Lust zu machen auf die Veränderung und die Partizipation der Mitarbeiter. Und diese positive Energie im Unternehmen, diese Aufbruchsstimmung dann zu nutzen, um sie gerne bei der Veränderung zu begleiten.

 

Von |2018-05-25T09:52:30+00:00Mai 25th, 2018|Blog|0 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

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