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Best Practice: Mit dem Digital Accelerator von KNF zeigen wir, wie die digitale Transformation auch bei mittelständischen Familienunternehmen gelingen kann

Die digitale Transformation ist für jede Organisation ein Muss. Das gilt für global agierende Unternehmen genauso wie für Mittelständler und traditionsreiche Familienunternehmen. So eindeutig die Relevanz der digitalen Transformation ist, so individuell ist jedoch die Strategieentwicklung und deren pragmatische Umsetzung. Mit welcher Strategie geht man diese Herausforderung am erfolgversprechendsten an? Wie operationalisiert man die Strategie am besten in der Organisation? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns bei doubleYUU seit 10 Jahren.

Für KNF, den Technologieführer für hochwertige Membranpumpen und Systeme für Gase, Dämpfe und Flüssigkeiten, der 1946 in Freiburg gegründet wurde, haben wir einen Weg gefunden und umgesetzt, der zeigt, dass es eben nicht die eine Standard-Strategie gibt, um auf den digitalen Wandel zu reagieren.

Berater Irrglaube

Es ist ein weitverbreiteter Berater-Irrglaube, dass man einmal ein Vorgehen entwickelt und dann als strategische Blaupause auf jedes Unternehmen anwendet. Fertig ist das Konzept, um die praktische Umsetzung soll sich dann schließlich das Top-Management des Unternehmens kümmern. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Und selten passt es zu auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mittelständler.

Wir arbeiten deshalb anders. Wir entwickeln stets unsere Strategien individuell an Historie, Kultur, Markt, Erfahrungen, Kompetenzen etc. für das jeweilige Unternehmen angepasst. Was bedeutet das im Fall von KNF?

Als erstes schauten wir genau hin und sahen ein Unternehmen mit einer hohen Technik-Affinität, immerhin gehört man in seinem Segment zu den absoluten Know-how-Marktführern und einer einzigartigen dezentralen Struktur. KNF ist mit 16 autonomen Einzelfirmen weltweit vertreten.

Effektives und smartes Konzept für Familienunternehmen

Passend zu diesen gegebenen Voraussetzungen haben wir für das Familienunternehmen nach einem effektiven und smarten Konzept gesucht, um das heute erfolgreiche Geschäft in die neuen digitalen und vernetzten Welten zu führen. Dass damit auch ein Kulturwandel einhergehen muss, der schrittweise alle begeistern und mitnehmen sollte, dessen waren sich von Anfang an alle Beteiligten bewusst.

Tatsächlich haben wir einen – wie ich finde – vorbildlichen Weg gefunden, wie KNF die digitale Transformation erfolgreich umsetzen kann, indem sie nämlich ganzheitlich und nachhaltig mit allen Beteiligten angegangen wird. Für mich ist klar: Digitalisierung im Mittelstand ist nicht nur IT, sondern ein Kulturwechsel, der alle Prozesse, alle Abteilungen, alle Mitarbeiter, die Führung und natürlich die Produkte sowie deren Marketing und Vertrieb betrifft und sich radikal am Kunden ausrichtet.

Die Entscheidung für einen solchen Weg ist dabei, wie in Familienunternehmen üblich, mit Weitsicht gefallen. Denn nicht von ungefähr hat sich KNF mit den bewährten traditionellen Prozessen und Strategien, bei dem die Unternehmen der Gruppe weitgehend autonom arbeiteten, seit Jahrzehnten als der Technologieführer etabliert, dessen Pumpen in Espressomaschinen genauso verbaut sind wie in der ISS im Weltraum.

Die DAC soll zum Treiber der Digitalisierung von KNF werden

Was haben wir nun also genau gemacht? Zur Umsetzung wurde mit der KNF Digital Acceleration Center GmbH, kurz DAC, eine neue Gesellschaft gegründet, die ihren Sitz im Hamburger Coworking-Space WeWork hat und so als Serviceunit zum Treiber bei den Themen der Digitalisierung werden und die Innovationskultur sowie die digitale Außenwirkung von KNF fördern soll.

Unter der Federführung des Geschäftsführers des DAC und CMO der KNF Gruppe, Reto Furrer, entschloss sich das Familienunternehmen bewusst, auf den Standort Hamburg und das WeWork zu setzten, weil dort eine junge und moderne Start-up-Kultur gelebt wird, die auf Vernetzung, Austausch, Zusammenarbeit und gegenseitiger Inspiration basiert. Neben der idealen Infrastruktur war für die Wahl des Standorts auch die Weltoffenheit Hamburgs ausschlaggebend.

„Mit dem DAC stehen uns neue Ressourcen zur Verfügung, die wir zur Umsetzung unserer digitalen Projekte benötigen. Die neue Gesellschaft arbeitet mit hoher Umsetzungsorientiertheit wie ein Servicecenter für die KNF Gruppe“, erklärte Furrer zur Eröffnung.

DAC soll handfest mithelfen, die Digitalstrategie kundenorientiert umzusetzen

Bei der Konzeption und dem Aufbau des DAC war uns besonders wichtig, dass die Kollegen im Coworking-Space nicht nur an abgefahrenen, aber wenig praktischen Leuchtturmprojekten sitzen, sondern ganz handfest mithelfen, dass KNF seine Digitalstrategie kundenorientiert umsetzen kann.

Die Hamburger sollen in enger Vernetzung mit den anderen KNF-Standorten arbeiten. So passt dieses Digitalisierungskonzept perfekt zur bisherigen Aufstellung der Gruppe. Der Erfolg liegt eben nicht darin, einfach alles anders zu machen.

Bei allen Change- und Transformationsprozessen, die ich bislang mit doubleYUU begleitete, geht es mir vor allem auch um einen Wandel der Firmenkultur und einer dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern angepassten Neuausrichtung, die ganz konkrete Resultate erbringen kann. So geht es im Fall des DAC unter anderem ganz praktisch darum, die Customer Experience und die Erwartungen, die eine junge Generation von Ingenieuren an die KNF-Pumpen hat, angepasst wird.

Zunächst arbeiten wir zusammen mit KNF weiter daran, unsere Philosophie von Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität (kurz: VOPA) nach Innen und Außen so zu implementieren, dass die gesamte globale Organisation fit für das digitale Zeitalter wird.

Von |2019-02-22T08:54:12+00:00Februar 19th, 2019|Blog, doubleYUU|0 Kommentare

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

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