Zu Beginn meiner Karriere habe ich sechs Jahre bei Bertelsmann gearbeitet. Zuerst als Technologiescout im Silicon Valley und später als Mitgründer eines Bertelsmann-Start-ups in New York und Hamburg. Der zehnte Todestag von Reinhard Mohn war ein guter Anlass für das Blog der Bertelsmann-Stiftung, einmal ganz genau hinzuschauen, um anhand meines VOPA-Management-Modells zu zeigen, wie innovativ – gerade in Bezug auf die Digitale Transformation und New Work – die Ideen von Reinhard Mohn waren.

Tatsächlich haben sie kaum etwas von ihrer Aktualität verloren und mich und meine grundlegenden Überlegungen zur Digitalen Transformation von Unternehmen deutlich mehr beeinflusst als mir damals bewusst war.

Heute wird mir erst klar, wie stark mich das Manager-Mindset von Mohn bei meinem eigenen VOPA-Modell geprägt haben muss: Mein Ansatz folgt der Überzeugung, dass Leadership im Digitalzeitalter in erster Linie auf Vertrauen basiert und sich aus den Komponenten Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität (eben VOPA – sprich: wie im französischen „Fauxpas“) zusammensetzt.

Wie modern der Konzernlenker tatsächlich dachte, belegen seine wichtigsten Bücher auf beeindruckende Art und Weise. So merkt Reinhard Mohn in „Die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmers“ gleich Grundsätzliches an: „Die bei Bertelsmann verwirklichte Unternehmenskultur beruht auf einem partnerschaftlichen und zugleich leistungsorientierten Führungsstil“.

Für das Blog der Bertelsmann-Stiftung habe ich mich einmal eingehender mit den Büchern und den An- und Einsichten von Reinhard Mohn beschäftigt. Den Text gibt es hier.