Nachhaltige Transformation: doubleYUU ist klimaneutral

Digitale Transformation und Nachhaltigkeit – das gehört zusammen. Dachten wir uns auch: doubleYUU gilt seit Anfang Juli und rückwirkend für das Jahr 2020 als klimaneutrales Unternehmen. Das bedeutet, wir haben unsere Treibhausgas-Emissionen erfasst, reduzieren sie kontinuierlich und haben die unvermeidbaren Emissionen durch wichtige Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Konkret: In den nächsten zwölf Monaten werden wir 11.179 kg CO2 kompensieren.

Meiner Meinung nach muss sich die Diskussion zur Nachhaltigkeitstransformation verändern und die Dynamiken und Möglichkeiten der digitalen Transformation viel stärker berücksichtigen. Umgekehrt darf auch Digitalisierung den Aspekt der Nachhaltigkeit nicht aus den Augen verlieren. Um unseren Corporate Carbon Footprint (CFF) zu errechnen, haben wir uns einen professionellen Partner gesucht. Gemeinsam mit ClimatePartner haben wir den  CO2-Fußabdruck von doubleYUU berechnet. Dabei haben wir Emissionsquellen wie Energie, Geschäftsreisen, Büromaterial und alle anderen Emissionen, die wir als Unternehmen verursachen, berücksichtigt. Das Ergebnis hat mich überrascht, denn obwohl wir seit vier Jahren kein gemeinsames Office haben, kommt doch einiges zusammen.

Mit dem Label „klimaneutral” bescheinigt ClimatePartner uns den Ausgleich nicht vermeidbarer Treibhausgasemissionen. Empfohlen wird ClimatePartner von verschiedenen unabhängigen Portalen, überprüft vom TÜV Austria. Das war bei der Auswahl des Partners ausschlaggebend, denn wir möchten nicht nur optisches „Greenwashing“ betreiben, sondern nachhaltigen und realen Klimaschutz.

Greenwashing erkennen

Greenwashing gerät immer mehr in den Fokus, deshalb werden Zertifizierungen in diesem Bereich immer wichtiger. Wichtig ist, dass die Aussteller der Zertifikate die entsprechende Kompetenz und Seriosität haben: also Verbände, Ministerien oder geprüfte Institute sind. Und dass die Zertifikate und Siegel den gesamten Prozess von der Herstellung bis zum fertigen Produkt bewerten und nicht nur einzelne Aspekte. Bei der Wahl des Partners sollten Unternehmen sehr umsichtig agieren, denn Greenwashing ist präsenter denn je und kann schnell zum Eigentor werden.

Grundsätzlich haben wir uns an den folgenden Leitfragen orientiert, anhand derer man feststellen kann, ob es sich um eine seriöse Partnerschaft handelt (Danke an die LIDA-Award_Gewinnerin @Anna Alex für die Aufklärung):

  • Nach welchem Standard wird der CO2-Fußabdruck berechnet?
  • Wie transparent wird der CO2-Fußabdruck dargestellt?
  • Welche Zertifikate und Labels prüfen und bestätigen die Maßnahmen / die Ergebnisse?
  • Welche Ausgleichs-Projekte werden unterstützt? Sind diese nachvollzieh- und kontrollierbar?

CO2-Ausgleich schaffen und regionale Partner unterstützen

Neben der Vermeidung und Reduktion von Treibhausgasen ist der CO2-Ausgleich ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Denn ohne den Ausgleich ist das Ziel des Pariser Abkommens nicht mehr erreichbar – es gibt schlicht noch nicht die erforderlichen Technologien, um alle Emissionen drastisch genug zu senken. Mit unserer Klimaneutralität unterstützen wir regionale Baumpflanzprojekte und damit die Aufforstung und den Umbau deutscher Wälder umgesetzt durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. – der tatsächliche Ausgleich über ClimatePartner wird regelmäßig vom TÜV Austria überprüft.

Mir war es wichtig, dass wir regionale Projekte unterstützen, ohne dabei das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Waldaufforstungen sind wichtig für die Anpassung an den Klimawandel. Projekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bringen aber in aller Regel keine zertifizierten Emissionsminderungen hervor. Deshalb kombiniert ClimatePartner regionale Projekte mit international anerkannten Klimaschutzprojekten, sogenannte Kopplungsprojekte: Die CO2-Kompensation erfolgt vollständig über ein zertifiziertes Waldschutzprojekt in Brasilien und für jede dort kompensierte Tonne CO2 wird ein Baum in Deutschland gepflanzt. So können wir Klimaneutralität garantieren und dazu beitragen, unsere Wälder an den Klimawandel anzupassen. Dank dieser Kopplungsprojekte sind gleichzeitig Klimaneutralität und regionales Engagement möglich. Eine Win-Win-Situation, die mich persönlich überzeugt, denn gerade die letzte Hochwasser-Katastrophe zeigt eindringlich, wie wichtig Klimaschutz für unsere Zukunft ist.

Wer in seinem Job-Alltag digitale Transformation und agiles Arbeiten mit Nachhaltigkeit verbinden möchte, findet hier unsere aktuellen Stellenangebote.

Über den Autor: Willms Buhse

Dr. Willms Buhse, CEO und Gründer von doubleYUU, bringt mit Digital Leadership die Innovationen des Silicon Valley in die Büros der deutschen Führungsetagen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und viele Top-Manager wie Volkmar Denner (Bosch) oder Carsten Spohr (Lufthansa) zählen zu seinen Kunden. Er hält Vorträge in Harvard, am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an deutschen Elite-Universitäten in Berlin, München oder Hamburg. Dr. Willms Buhse gilt über deutsche Grenzen hinaus als Vordenker der digitalen Elite. Wie kein Zweiter versteht er es, Ideen und Impulse aus der digitalen Welt auf die Realität deutscher Unternehmen zu übertragen.