Die Frage nach der Zukunft der Arbeit …

hat mir kürzlich ein Redakteur der Welt gestellt. Unseren Weg des „büroraum-freien Arbeitens“ nennt Jörn Lauterbach in seinem Interview mit mir radikal. Aus meiner Sicht war die Abschaffung unserer Büroräume nur der schlüssige nächste Schritt.

Allerdings gibt es ein paar Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche dezentrale Zusammenarbeit erfüllt werden müssen: Das erste ist die Technik. Ohne die technischen Voraussetzungen und die entsprechende Arbeitsorganisation geht es schlicht nicht. Viel wichtiger sind aber die menschlichen Voraussetzungen: Es gibt Mitarbeiter*innen, für die unser Modell ideal ist, gerade weil sie diese Freiheit genießen. Beim Recruiting gucken wir jetzt darauf, ob die Bewerber so einen Freiheitsanker, diese Selbstmotivation haben. Das sind recht hohe Anforderungen. Aber gleichzeitig glaube ich, dass wir durch diese freie Konstruktion auch viel zu bieten haben. Aber es muss eben auch klar sein, dass das nicht für jeden Bewerber oder jede Bewerberin passt. Einige brauchen den persönlichen Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen oder auch zu ihren Führungskräften. Für andere hat diese Form der Arbeit einen hohen Reiz, das sehen wir an der Wachstumskurve unseres Teams und an der Qualität der Bewerber*innen.

Natürlich ist unser Weg kein Rezept, das für alle Firmen oder Abteilungen gilt, dazu sind die Aufgaben und die Größen zu unterschiedlich. Im Idealfall guckt man sich von Team zu Team an, was sich anbietet. Ich kann für uns nur sagen: Unser konsequentes Vorgehen hat viele Planungsprobleme und auch Unsicherheiten bei den Beschäftigten beseitigt. Mehr zu meiner Sicht auf die Zukunft der Arbeit findet im Welt-Interview hier und in diesem Beitrag der Welt am Sonntag.

Wer seinen Arbeitsalltag gerne zuhause verbringt und trotzdem Teil eines agilen Teams sein möchte, findet hier unsere aktuellen Vakanzen.

Über den Autor: Willms Buhse

Dr. Willms Buhse, CEO und Gründer von doubleYUU, bringt mit Digital Leadership die Innovationen des Silicon Valley in die Büros der deutschen Führungsetagen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und viele Top-Manager wie Volkmar Denner (Bosch) oder Carsten Spohr (Lufthansa) zählen zu seinen Kunden. Er hält Vorträge in Harvard, am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an deutschen Elite-Universitäten in Berlin, München oder Hamburg. Dr. Willms Buhse gilt über deutsche Grenzen hinaus als Vordenker der digitalen Elite. Wie kein Zweiter versteht er es, Ideen und Impulse aus der digitalen Welt auf die Realität deutscher Unternehmen zu übertragen.