Externe Berater und interne Treiber – gemeinsam auf die digitale Reise

Der Branchenverband Bitkom hatte im Mai eine Studie zum Digitalisierungsgrad deutscher Unternehmen veröffentlicht. Mit erstaunlichem Ergebnis: Laut Bitkom halten sich die Hälfte der befragten Unternehmen für Nachzügler in Sachen digitaler Transformation. Ein Grund für diese Zurückhaltung sind fehlende Kompetenzen innerhalb der Unternehmen. 56% der Unternehmen gehen davon aus, dass sie die richtigen Mitarbeiter*innen in ihrem Unternehmen beschäftigen. Das bedeutet im Umkehrschluss: 44% der Unternehmen fehlen die notwendigen Kompetenzen. Bei den Führungskräften sieht das Ergebnis noch ein bisschen schlechter aus: 54% der Unternehmen geben an, dass ihr Management über die nötigen Digitalkompetenzen verfügt. Bitkom-Chef Achim Berg empfiehlt den Unternehmen, Mitarbeiter und Management so schnell wie möglich zu qualifizieren.

Weiterbildung allein ist nicht genug

Das Personalmagazin wollte kürzlich meine Meinung dazu wissen: Qualifizierung klingt erstmal mal sinnvoll. Allein auf Weiterbildung oder auf die Neueinstellung von jungen und hippen „Digital Transformation Managern“ zu setzen, reicht meiner Meinung nach aber nicht aus. Ich erlebe es immer wieder, dass Unternehmen zu stark auf junges Wissen setzen und dabei die eigenen (digitalen) Erfahrungsträger aus den Augen verlieren. Erfolgreiche digitale Transformationen brauchen einen Mix aus internen Treibern und externer Expertise. Wir treffen bei jedem Kunden auf Mitarbeiter*innen, die sich für die Visionen des Unternehmens begeistern, die ihr Wissen gerne einbringen und bereit sind, sich neue Kompetenzen anzueignen. In vielen Fällen macht es mehr Sinn, diese Mitarbeiter*innen mit externer Unterstützung zu befähigen, digitale Transformationsprozesse zu begleiten als in neue Positionen zu investieren, die perspektivisch vielleicht gar nicht benötigt werden.

Geteilte Kompetenzen und Aufgaben

Ich rate allen Unternehmen, sich vor einer Qualifizierungsmaßnahme und auch vor der Schaffung einer neuen Position genau zu überlegen, wo aktuell der Bedarf ist und wie dieser sich vielleicht im Laufe des Projekts verändert. Oftmals reicht es schon aus, einen erfahrenen Projektleiter auf Kundenseite mit einem kompetenten externen Beraterteam arbeiten zu lassen. So können die Aufgaben klar verteilt werden: Eine klassische Unternehmensaufgabe wäre dagegen die interne Kommunikation des Transformationsprozesses. Denn letztendlich entscheidet in vielen Fällen die Haltung der Mitarbeiterschaft über den Erfolg der digitalen Transformation. Es geht also auf Unternehmensseite darum, die Mitarbeiter*innen von Anfang an mit auf die digitale Reise zu nehmen. Die externen Berater implementieren dagegen beispielsweise OKR oder VUCA als Managementmethoden. Wir navigieren unsere Kunden sicher durch die digitale Transformation, bauen Brücken und setzen auf eine hohe Nachhaltigkeit der Ergebnisse.

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Über den Autor: Willms Buhse

Dr. Willms Buhse, CEO und Gründer von doubleYUU, bringt mit Digital Leadership die Innovationen des Silicon Valley in die Büros der deutschen Führungsetagen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und viele Top-Manager wie Volkmar Denner (Bosch) oder Carsten Spohr (Lufthansa) zählen zu seinen Kunden. Er hält Vorträge in Harvard, am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und an deutschen Elite-Universitäten in Berlin, München oder Hamburg. Dr. Willms Buhse gilt über deutsche Grenzen hinaus als Vordenker der digitalen Elite. Wie kein Zweiter versteht er es, Ideen und Impulse aus der digitalen Welt auf die Realität deutscher Unternehmen zu übertragen.