„Der Mensch steht im Mittelpunkt“: Dr. Willms Buhse zu Gast im NordlichtLeaders-Podcast

Auf Einladung von Thomas Katlun, Inhaber und Trainer der Leaders Academy, hatte doubleYUU Gründer und CEO Dr. Willms Buhse zum Jahresauftakt einen Auftritt im Podcast der Organisation NordlichtLeaders – Führungskräfte im echten Norden. In dem sehr interessanten Gespräch stehen vor allem Themen der digitalen Transformation und Digital Leadership im Vordergrund – aber auch die Herangehensweise an die moderne Beratung wurde erörtert. In diesem Zusammenhang hat Willms zu verstehen gegeben, dass es nicht nur darum geht inhaltlich zu arbeiten, sondern dass vor allem immer die Menschen, als am Prozess beteiligte Akteure, im Mittelpunkt guter Beratungsleistungen stehen sollten. „Was passt zu der jeweiligen Organisation? Was passt zu der Geschwindigkeit, mit der eine Organisation sich verändern will?“, sind Fragen, die von der jeweiligen Beratung stets miteinbezogen werden sollten.

Auch andere Aspekte der Art und Weise wie doubleYUU arbeitet, kamen ins Gespräch. Beispielsweise die Tatsache, dass Willms 2015 – also lange vor der Coronakrise – die strategische Entscheidung gefällt hat, sein Unternehmen dezentral zu führen. Mitglieder des doubleYUU-Teams sind daher eher bei Kunden anzutreffen oder in ihrem eigenen Office oder Home-Office. „Diese Entscheidungen bleiben jedem selbst überlassen. Wir sind damals den Schritt unser Büro aufzulösen konsequent gegangen und seitdem zeigen alle für uns relevanten KPIs steil nach oben. Wir sind viel attraktiver geworden: Auch für Mitarbeiter, die eben nicht aus unserem Umfeld oder aus dem Norden Deutschlands kommen“, beurteilt Willms seine damalige Entscheidung. „Unser gesamtes Arbeiten ist auf die virtuelle Welt angepasst und das macht schon einen Unterschied.“ Auch durch die eigenen Erfahrungen hinsichtlich Remote Work und Digital Leadership konnte doubleYUU in diesem Bereich eine umfassende Expertise aufbauen – Themen mit denen viele andere Unternehmen sich erst mit dem Einsetzen der Corona-Pandemie begonnen haben auseinanderzusetzen. Auf die Frage von Thomas inwiefern das Führen auf Distanz Herausforderungen birgt entgegnete Willms: „Ich glaube schon, und das möchte ich wirklich noch einmal betonen, dass es persönliche Begegnungen braucht. Beispielsweise hat der NDR uns neulich entdeckt, weil wir  mit Mitarbeitern oder Kunden Spaziergänge machen, auf denen wir uns austauschen und dabei beispielsweise Feedback-Gespräche führen. Eine Wirtschaftspsychologin hat mir erklärt, dass es durchaus Sinn macht so vorzugehen, da man sich dabei nicht „gezwungen“ gegenübersitzt und gegenseitig anschauen muss, sondern weil man einfach nebeneinander spazieren geht und damit auch viel offener beispielsweise für Feedback ist. Zudem ist man auch kreativer, wenn man sich bewegt.“

Auch das Thema OKR (Objective und Key Results), eine Management-Methode, die von doubleYUU bei vielen Kunden und Projekten erfolgreich zum Einsatz kommt, wurde im Rahmen des Podcast umfassend besprochen. „Dabei wird stets sehr klar formuliert, welche Ergebnisse geliefert werden müssen. Und zwar nicht im Sinne von MBO – also Management by Objectives – sondern vielmehr auf Basis der Fragestellung: Wo ist das Herz? Wo ist die Leidenschaft? Das ist ein toller Beitrag dazu, Unternehmen agil zu halten. Deswegen leben wir es selbst vor und implementieren OKRs in unseren Projekten. Veränderung funktioniert dann, wenn man schnelle Erfolge liefert. Das ist das, was Kulturveränderungen ausmacht. Exzellenz entsteht dann, wenn man Sachen auf den Punkt bringen kann. Und OKRs zwingen einen einfach dazu. Ich bin ein großer Fan ganz einfacher Methoden. Mit OKRs kann ich eine Unternehmensstrategie auf ein oder zwei Seiten formulieren, die Führungskräfte anschließend Orientierung geben können. Das ist das, was in ganz vielen Organisationen, erst recht jetzt während der Coronakrise, verloren gegangen ist: Orientierung geben. Und wenn eine Strategie Orientierung gibt, und ich weiß was von mir erwartet wird, dann entsteht gute Führung. Dann sind Mitarbeiter motoviert. Dann haben sie auch Lust sich einzubringen. Das fachliche Know-How ist häufig nicht nur bei der Geschäftsführung zu finden, sondern dort wo wirklich die Umsetzung passiert. Das einzubinden ist uns ein großes Anliegen“, so Willms über Einsatz und Sinn von OKRs.

Ein weiteres interessantes Thema des Gesprächs war die Applikation von Management-Technologien und agilen Methoden in eher traditionell geprägte Unternehmen. Auf die Frage von Thomas, was man Unternehmen in den Bereichen Transformation und Führung raten kann, die eher noch ein traditionelles Verständnis in diesen Punkten haben, antwortete Willms: „Wir arbeiten auch mit tollen Familienunternehmen zusammen. Dazu haben wir beispielsweise ein Rad der digitalen Transformation entwickelt. Dieses besteht aus acht Handlungsfeldern, die wir dann gemeinsam mit der Organisation durchgehen. Dabei versuchen wir ein Gefühl dafür zu bekommen, wo sich der Hebel für die Transformation in dem jeweiligen Unternehmen befindet. Dieser kann beispielsweise in der Intensivierung der Kundenbeziehung liegen oder auch auf der Prozessebene. Auch das Führungsumfeld oder die Art wie zusammengearbeitet wird, kommt hier in Betracht. Ganz häufig stellt sich dann die Frage, ob es sinnvoller ist, die Gesamtorganisation zu transformieren oder ob es eher ratsam ist beispielsweise mit einer kleinen Start-up-Einheit innerhalb des Unternehmens zu starten, die komplett auf ‚grüner Wiese“ anfangen kann.“

Auch das VOPA-Prinzip, welches durch die Arbeit von Willms in den letzten Jahren stark geprägt wurde, war Gegenstand des Gesprächs. Was es damit auf sich hat, konnte Willms prägnant formulieren: „VOPA steht für Vernetzung, Offenheit, Partizipation und Agilität. Das sind aus meiner Erfahrung die Grundpfeiler, um digitale Transformationen zu schaffen und an der sich Führung in der VUCA-Welt ausrichten sollte.“

Was es mit diesen Begriffen auf sich hat und warum sie für die Vorbereitung und Implementation von Veränderungsprozessen so wichtig sind, erfahrt Ihr im vollständigen Podcast von NordlichtLeaders – den findet Ihr hier.

Ich persönlich begrüße natürlich die riesigen Fortschritte sowie die Akzeptanz gegenüber New und Remote Work, die in den letzten Jahren signifikant gewachsen ist – natürlich auch verstärkt durch die Corona-Pandemie. Seit 2007 bin ich bereits als virtuelle Project- & Officemanagerin tätig und freue mich umso mehr darüber, dass sich doubleYUU in diesem Bereich als feste Größe und gefragter Know-How-Träger etablieren konnte.

Über den Autor: Anja Hahn

Seit April 2009 ist Anja Hahn bei doubleYUU für den reibungslosen Ablauf in unserem Project Office zuständig. Sie kümmert sich um Project Management, die Angebots- und Rechnungsstellung, die Koordination und Vorbereitung von Workshops und ist Ansprechpartnerin für interne und externe Fragen – zudem fungiert sie als Schnittstelle zu Freelancern und Project-Teams. Als Office-Managerin macht sich Anja die Möglichkeiten der modernen Medientechnologien zu Nutze und arbeitet seit Jahren erfolgreich im virtuellen Project Office. So steht sie den Kunden von doubleYUU flexibel zur Verfügung und kann auch sehr spontan auf Anfragen reagieren.