Studie: Future Hot Skills – was Führungskräfte im Digitalzeitalter können müssen

Zu den „Future Hot Skills“ verschiedener Berufsprofile – vom „einfachen“ Angestellten bis zur Führungsperson – stand ich im vergangenen Jahr der von mir sehr geschätzten Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß und ihrem wissenschaftlichen Team Rede und Antwort. Ziel der Studie an der TH Nürnberg war es, Arbeitnehmern aufzuzeigen, wie sie auch in einer digitalen Arbeitswelt ihre Attraktivität am Arbeitsmarkt sichern. Arbeitgeber und Führungspersonal erhalten einen Überblick über wichtige Recruiting-Segmente, notwendige Qualifikations- und Talent-Förderungs-Pipelines und – als Dach – Anforderungen an ihr Digital Leadership.

An der Studie nahmen Vorreiterunternehmen wie adidas, Merck, SAP, Deloitte oder Siemens und eben auch doubleYUU teil. Besonders spannend ist für mich der Konsens der Experten zu den Anforderungen an Digital Leadership.

Befragte Unternehmen, Institute und Hochschulen

Demnach brauchen Führungskräfte in der digitalen Arbeitswelt die drei L-Skills:

  1. Listen: Wer führen will, muss zuhören können. Nur so kann er das kollektive Wissen seiner Mitarbeiter erschließen und die Motivation bei den Teammitgliedern hochhalten. Denn die wollen heute mit ihrer Arbeit einen Unterschied machen können.
  2. Learn: Die Geschwindigkeit und der Grad an Veränderung nehmen für Digital Management deutlich zu. Lernen und sich weiterentwickeln muss die Führungskraft dabei nicht nur sich selbst, sie muss auch bei den Mitarbeitern dafür Sorge tragen. All das in einem adaptiven, offenen und lernbegierigen Arbeitsumfeld – die richtige Unternehmenskultur ist ein Muss für lebenslanges Lernen.
  3. Live the change: Veränderung muss gelebt werden und Führungskräfte haben hier eine Vorbildfunktion. Das heißt auch, den Change nicht nur zu spielen, sondern in das eigene Handeln zu übertragen, tagtäglich.

Diese drei Punkte decken sich auch mit meinen Erfahrungen – und finden sich, in ein Managementverständnis übertragen, mehrfach in meinem VOPA-Modell wieder.

Die Studie schließt: Für Arbeitnehmer, aber auch für Unternehmen ist es zwingend notwendig, die „Future Hot Skills“ der digitalen Arbeitswelt zu entwickeln. Arbeitgeber, die diese Skills beherrschen und leben, gewinnen die großen Talente – und am Ende auch das Rennen um einen Platz in der digital geprägten Wirtschaftswelt.

Die zugehörige Publikation erschien im Sonderdruck Schriftenreihe der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm Nr. 67. Interessierte können die Schriftenreihe hier herunterladen.

Bildnachweis Beitragsbild: Pixabay
Von | 2017-09-15T09:15:27+00:00 September 15th, 2017|Blog|1 Kommentar

Über den Autor:

Willms Buhse
Dr. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership, Gründer und CEO von doubleYUU, einer Managementberatung spezialisiert auf die Digitale Transformation.

Ein Kommentar

  1. Jürgen Meereis 16. November 2017 at 16:06 - Reply

    Es ist doch sehr interessant zu sehen, dass die Skills, die Führungskräfte in der „digitalen Welt“ benötigen, sich kaum von denen unterschieden, die gute Führungskräfte auch früher schon hatten …! 🙂

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