Homeoffice: Alle gegen Elon?

Im Mai haben wir bereits auf unserem Blog über unterschiedliche Auffassungen zu Remote- und Hybrid-Work bei zwei der bedeutendsten Unternehmen des Silicon-Valley berichtet: Apple und Airbnb. Während Apple zurzeit eine Lösung bevorzugt, die Office-Präsenztage an drei fixen Wochentagen vorsieht (nur der Mittwoch und der Freitag sind optionale Home-Office-Tage) kündigt Airbnb an, dass Team-Mitglieder für immer die Möglichkeit haben werden, im Home-Office zu arbeiten. Aufgrund eines Ansturms zigtausender Anfragen von Job-Interessenten brach im Nachgang dieser Ankündigung vorübergehend die Karriereseite des Unternehmens zusammen.

Auch zwei weitere der weltbekanntesten Unternehmen haben unterschiedliche Meinungen hinsichtlich der zukünftigen Organisation von Arbeit: Twitter und Tesla. „Wo auch immer man sich am produktivsten und kreativsten fühlt, das ist der Ort, wo man arbeiten wird, und das schließt auch dauerhaftes Homeoffice ein“, kommentierte Twitter-CEO Parag Agrawal gerade erst die Einstellung seines Unternehmens. Elon Musk, seines Zeichens der momentan reichste Mensch der Welt, ist ganz anderer Meinung, wie seine Tesla-Belegschaft zukünftig ihre Arbeit organisieren sollte. Er drohte vor wenigen Tagen Mitarbeitenden, die nicht mindestens 40 Stunden im Tesla-Office verbringen, sogar offen mit Rausschmiss. Das ging jedenfalls aus internen E-Mails hervor, die an die Öffentlichkeit gelangt sind. In einem Interview mit der Financial Times sagte Musk über Tesla-Mitarbeiter in der chinesischen Giga-Factory des Automobilkonzerns: „Sie arbeiten nicht nur um Mitternacht. Sie arbeiten auch um 3 Uhr morgens. Sie verlassen nicht einmal die Fabrik, während die Menschen in Amerika versuchen, gar nicht erst zur Arbeit zu gehen.“

In der Tesla-Belegschaft regt sich weltweiter Widerstand gegen die Haltung des CEOs gegenüber New Work und auch in Deutschland bekommt Elon Musk Gegenwind. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die Gewerkschaft IG Metall Tesla-Mitarbeitenden Unterstützung zugesagt, die der Forderung von Musk nicht Folge leisten möchten. Und davon gibt es eine ganze Menge: Alleine in der Tesla-Fabrik in Berlin-Brandenburg sind 4000 Mitarbeitende beschäftigt – und das Unternehmen plant seinen Personalstab auf 12000 auszubauen.

Wie es bei Tesla nun weitergeht, ist offen – jedoch stellt sich einmal mehr die Frage, welche Herangehensweise an Remote- und Hybrid-Work die Richtige ist. Und die Antwort auf diese Frage lautet: Es gibt keine allgemeingültige Antwort, ob Home-Office, Präsenzpflicht oder eine Hybrid-Lösung der richtige Ansatz ist. Vielmehr kommt es darauf an, Führungskräfte eines Unternehmens dahingehend zu befähigen, die jeweils richtige Lösung für ihren Aufgabenbereich zu identifizieren und zu implementieren.

Gerne stehen wir in diesem Kontext für einen Austausch zur Verfügung, um auch für Dein Unternehmen rechtzeitig den richtigen Weg in die Arbeitswelt von morgen einzuschlagen.

Habt Ihr Lust bekommen auf die Themen Digital Leadership, digitale Transformation, agile Organisation und wie Euch die OKR-Methode weiterhelfen kann? Dann freuen wir uns auf Eure Kontaktaufnahme.

Über den Autor: Klaus Kock

Seit 2021 unterstützt Klaus als Marketing-Verantwortlicher das Team von doubleYUU. Dabei widmet er sich vor allem der Positionierung von doubleYUU in sämtlichen Kommunikationskanälen. Von Mittelständlern bis börsennotierte Unternehmen: Klaus kann auf eine 20jährige Beratungstätigkeit im Bereich Marketing, PR und integrierte Kommunikation für Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen zurückblicken – hat jedoch eine Vorliebe für dynamische Organisationen, die über den Tellerrand hinausschauen. Eigenschaften, die er an doubleYUU besonders schätzt.